Synagoge Stavenhagenehemalige Synagoge Stavenhagen

Die ehemalige Synagoge zu Stavenhagen gehört zu den Fachwerk-Walm-Synagogen - wie die Synagogen in Bützow, Hagenow, Malchow und Röbel.

Um 1736 entstand das spätere Gemeindehaus der israelischen Gemeinde in Stavenhagen. In der Hoflage der heutigen Malchiner Straße 38 wurde dann vermutlich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts die Synagoge erbaut.

Auf Beschluss der Gemeinde vom 03.04.1842 erfolgte dann der Ausbau des Gebetshauses. Hinweise darauf und auf eine intensive Nutzung finden sich auch in der Synagogen-Ordnung vom 29.04.1843.

Anfang 1865 beschließt die Gemeindeversammlung Maßnahmen zur Sanierung der Synagoge und des Gemeindehauses.

Bis 1938 gab es ein friedliches Zusammenleben der israelischen Gemeinde mit der Bevölkerung Stavenhagen. Dies änderte sich mit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933. "Pöbeleien" gegenüber der jüdischen Bevölkerung gehörten genauso zur Tagesordnung wie die Einschränkung der Tätigkeit der Juden, die vor allem als Händler und Kaufleute arbeiteten.

In der Progromnacht vom 09.11.1938 brannte auch die Synagoge in Stavenhagen. Dabei wurde sie fast vollständig zertört. Nur durch das Eingreifen eines benachbarten Schumachers, der um sein eigenen Hab und Gut file die Synagoge nicht vollständig den Flammen zum Opfer.

Am 26.05.1939 musste die israelische Gemeinde das Gebäude der Synagoge zwangsweise an  Carl Dubbert verkaufen, der hier eine Tischlerei betrieb. Das Vorderhaus wurde als Wohnhaus genutzt. Um 1970 befand sich das Gebäude der ehemaligen Synagoge in einem baulich so schlechten Zustand, dass es gesperrt wurde. Bis 1986 verfielen daraufhin Gemeindehaus und ehemalige Synagoge, bevor dann 1988 erste Sicherungsmaßnahmen eingeleitet wurden.Hinteransicht ehemalige Synagoge Stavenhagen

1999 wird die Enkeltochter von Car Dubbert, Rosemarie Rieger aus Konstanz, Eigentümerin. Die Sanierung des Vorderhauses wird 2000 beendet, jedoch verfällt die ehemalige Synagoge weiter, weil mehrere Versuche der Stadt Stavenhagen, das Gebäude zu retten, scheiter.

Mit der Gründung eines Vereins im Jahre 2011 ergeben sich neue Perspektiven zur Sanierung und späteren Nutzung der ehemaligen Synagoge.

Am 07.12.2012 erfolgt der Beginn des Wiederaufbaus des ehemaligen Synagoge.