Unterrichtsprojekt "Stätten jüdischen Lebens in Stavenhagen"

Während nach den brutalen Vorgehen des Nazi-Terrors gegen die Juden in der Zeit von 1933 bis 1945 und in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts Stätten  jüdischer Kultur in Stavenhagen n immer mehr in Vergessenheit gerieten, folgten nach dem gesellschaftlichen Umbruch ein Neubewertung und ein zunehmend ehrendes Andenken der ehemaligen israelischen Gemeinde mit ihren Einrichtungen.

Jüdische Stavenhagener Bürger lebten seit Mitte des 18. Jahrhunderts vorwiegend vom Handel und waren vor allem Kaufleute. Zu großen Teilen engagierten sie sich für das städtische Leben und waren in der Bevölkerung geachtet.

Mit der Machübernahme des Hitler-Regimes gingen eine Vielzahl von Repressionen, zu denen Ladenboykott, "Schutzhaftmaßnahmen" und tägliche Pöbeleien gehörten,  einher, die einen Höhepunkt in der Progromnacht am 09.11.1938 fanden.

Danach verließen viele jüdische Bürger ihre Heimat, sodass 1935 nur noch 13 Juden, 1942 nur noch 7 und nach dem 2. Weltkrieg keine Jude mehr in Stavenhagen wohnte.

Mit den Stätten jüdischen Lebens ins Stavenhagen, vor allem aber mit den Menschen und deren Schicksale befasst sich ein Projekt der gymnasialen Oberstufe der Reuterstädter Gesamtschule als Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung zum ehrenden Gedenken an ehemalige jüdische Mitbürger.

Nordmagazin